Richtig ausstellen


Vorbereitung

Auf der Seite Pflege erfahren Sie, wie der Barbet für die Ausstellung vorbereitet werden muss. Auch ihr Züchter oder andere erfahrene Aussteller können Ihnen sicher viele hilfreiche Tipps geben. Wenn Sie die Hilfe einer Hundecoiffeuse in Anspruch nehmen vergewissern Sie sich vorher, ob sie mit dem Zurechtmachen des Barbet für die Ausstellung vertraut ist.

 

Vor der Abreise

Checkliste: was mitnehmen?

  • Showleine
  • Leckerchen
  • Wasser für den Hund
  • Hundedecke oder Hundebox
  • Kotsäckchen, Küchenpapier
  • Hunde-Kamm und Schere
  • Impfausweis
  • Kopie Abstammungs-Urkunde
  • Zahlungsnachweis
  • Einlasspapier (Meldebestätigung)
  • einen Stuhl
  • Regen-/Sonnenschirm
  • Sicherheitsnadel für Startnummer
  • sportliche Kleidung und bequeme, flache Schuhe zum Laufen

Damit Sie rechtzeitig am Ausstellungsort ankommen, planen Sie genügend Reisezeit ein!

Ankunft

  • Hund laufen lassen, Gassi gehen
  • Impfpass bereithalten
  • Einlasspapier bereithalten

Auf dem Gelände

  • Katalog holen und lesen
  • Ring suchen
  • Startnummer abholen
  • Wie viele Aussteller sind vorher am Start? - Startzeit planen
  • Keine Durchgänge und Ausgänge versperren
  • Unterbringung des Hundes sichern
  • Wasser für den Hund besorgen
  • Letzte Vorbereitung des Hundes vor dem Start

Im Ausstellungsring

Präsentation im Stand

Für die Beurteilung im Stand sollten Sie den Hund etwa 3 Meter vor dem Richtertisch so aufstellen, dass der Richter ihn genau von der Seite sieht. Achten Sie darauf, dass der Hund weder zu eng noch zu breit steht. Studieren Sie Fotos von guten Rassevertretern und prägen Sie sich das korrekte Bild ein.

Der Hund sollte nicht am Boden schnüffeln. Verwenden Sie im Training ruhig Leckerli um Ihren Hund zu motivieren, aber bitte füttern Sie den Hund nicht, wenn der Richter ihn anschauen möchte.

Manche Aussteller stehen oder knien seitlich neben ihrem Hund und halten den Kopf in der korrekten Position.

Achtung: Eine gute Hals- und Rückenlinie ist bei allen Hunden sehr wichtig. Verderben Sie das schöne Bild nicht, indem Sie den Kopf des Hundes mit der Hand oder der Leine nach oben drücken oder ziehen.

Tipp: Verwenden Sie fürs Ringtraining immer eine Showleine damit der Hund weiss was er tun soll.

 

Präsentation in der Bewegung

Der Hund sollte an der Seite des Führers möglichst raumgreifend traben. Bei den meisten Hunderassen bedeutet das für den Hundeführer leichten Laufschritt. Das Tempo ist dann ideal, wenn der Hund gerade noch nicht galoppiert. Das muss geübt werden und der Hund muss auch während des Vorführens aus den Augenwinkeln ständig beobachtet werden. Wenn der Hund an der Leine zerrt, kann der Richter die Bewegung nicht beurteilen. Bitte üben, und zwar auch an Orten wo andere Hunde in der Nähe sind.

Zuerst müssen Sie sich im Ring in einer Reihe mit den anderen Hundeführern aufstellen. Der Hund sollte dabei stehen. Danach wird in der Gruppe gegen den Uhrzeigersinn ein Kreis um den Richter gelaufen, so dass der Hund auf der Innenseite und somit gut sichtbar für den Richter traben kann. So kann sich der Richter einen Überblick von der ganzen Gruppe machen.

Danach kommt das Einzelrichten. Sie müssen den Hund vor dem Richter aufstellen. Der Richter wird sich nun ihren Hund genauer betrachten. In der Regel wünscht der Richter, dass Sie sich mit dem Hund auf einem Dreieck-Parcours bewegen, damit er ihn von hinten, vorne und der Seite sehen kann (siehe Abbildung 1). Stellen Sie den Hund genau vor den Richter bereit und gehen Sie gerade auf die rechte Ecke zu. In der Ecke dürfen Sie ruhig abbremsen. Wichtig ist, dass Sie danach sofort wieder das richtige Tempo einschlagen. Auf dem Rückweg sollten Sie sich auf einer geraden Linie bewegen, damit der Richter den Hund direkt von vorne sehen kann. Es ist auch möglich, dass der Richter eine Linie möchte. Bitte suchen Sie den längstmöglichen Weg in die nächste Ecke. Wenden Sie in der Ecke und kehren Sie zum Richter zurück. Es ist unbedingt nötig, dass der Hund gerade auf einer Linie läuft. Bitte stellen Sie den Hund danach wieder vor dem Richter (Richtertisch) auf (siehe Abbildung 2). Der Richter möchte von ihrem Hund noch einen Bericht verfassen.

 

Verhalten im Ring

Verfolgen Sie aufmerksam, wie die anderen Hunde vorgeführt werden. So sehen Sie die Fehler bei anderen, die Sie dann selber vermeiden können und lernen manchen Trick von erfahrenen Ausstellern.

Abbildung 1
Abbildung 1
Abbildung 2
Abbildung 2


Kleines Aussteller-ABC

v = Formwertnote "vorzüglich" = Hund entspricht nahezu dem Idealstandard, besitzt eine ausgezeichnete Kondition und zeigt ein ausgeglichenes Wesen.

sg = Formwertnote "sehr gut" = Hund besitzt rassetypische Merkmale seiner Rasse, seine Proportionen sind ausgeglichen und er ist in guter Verfassung.

g = Formwertnote "gut" = Diese erhält ein Hund wenn er die Hauptmerkmale seiner Rasse besitzt, aber Fehler aufweist.

vv = "vielversprechend" = Formwertnote der Welpen und Jüngstenklasse.

v = "versprechend" = Formwertnote der Welpen und Jüngstenklasse.

 

CAC (Res-CAC) (JCAC, VCAC) = Certificat d'Aptitude au Championnat. Dies ist die Anwartschaft auf den nationalen Championtitel der jeweiligen Rasse und kann sowohl auf kleinen nationalen, wie großen internationalen Ausstellungen verliehen werden.

CACIB  (Res-CACIB) = Certificate d'Aptitude au Championnat International de Beauté. Anwartschaften auf den Titel "Internationaler Schönheitschampion" werden CACIB genannt. Diese dürfen auf internationalen Hundeausstellungen, die nach dem Reglement des FCI abgehalten werden, vergeben werden.

BOB (WBOB, JBOB, VBOB) = Best of Breed
Damit wird der Rassenbeste einer Ausstellung bezeichnet, der im Stechen zwischen bester Hündin und bestem Rüden ermittelt wird.

 

Text und Bilder: Manuela Schär www.britho.ch


Anatomie des Hundes, Quelle: FCI Standard Nr. 105
Anatomie des Hundes, Quelle: FCI Standard Nr. 105