Wichtige Informationen für Welpenkäufer

Falls Sie Fragen haben (auch zu Themen die hier nicht aufgeführt sind) können Sie sich jederzeit an die Zuchtwartin, Renate Zuber Morgenthaler, wenden. Per Telefon 032 353 74 01 oder per mail.


Dissidenz-Zucht

Wie viele andere Rassen ist auch der Barbet von der Dissidenz-Zucht betroffen. Unter Dissidenz-Zucht verstehen wir Zuchtstätten, in denen mit Hunden gezüchtet wird, welche die Anforderungen des offiziell

zuständigen Rasseclubs, in der Schweiz des Barbet Club Schweiz BCS, sowie der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft SKG, nicht erfüllen.

 

Dissidente Züchter umgehen die Richtlinien des BCS und der SKG. Ihre Elterntiere stammen möglicherweise bereits aus einer wilden Zucht, oder sie stammen aus einer anerkannten Zucht, haben aber die Zuchtzulassung, das heisst die Formwertbeurteilung und Kör-Verhaltensbeurteilung, nicht bestanden oder gar nie absolviert. Oder aber, sie erfüllen die gesundheitlichen Anforderungen für eine Zuchtzulassung nicht.

 

Die Zuchtreglemente des BCS und der SKG beinhalten auch tierschutzrelevante Vorschriften wie z.B. das Mindest- und Höchstalter der Zuchthündin, die Anzahl Würfe pro Hündin oder das Abgabealter der Welpen, welche ebenfalls oft nicht eingehalten werden. In diesen Zuchtstätten erfolgen auch keine Kontrollen der Aufzuchtbedingungen durch eine offizielle Stelle.

 

Mit oft ungerechtfertigt hohen Verkaufspreisen und der eigenhändigen Ausstellung von Abstammungspapieren, welche die Reinrassigkeit der Welpen belegen sollen, werden die Welpenkäufer getäuscht. Oder die Welpen werden in der Schweiz geboren, werden jedoch mit ausländischen Abstammungsurkunden abgegeben.

 

Welpen aus Dissidenz-Zuchten werden jedoch nicht ins Schweizerische Hundestammbuch SHSB eingetragen. Das heisst, mit diesen Hunden können keine Ausstellungen besucht werden, sie können nicht an Körungen des BCS teilnehmen und werden nie zur regulären Zucht zugelassen. Im Hundesport gelten für sie die gleichen Bestimmungen wie für einen Mischling.

 

Der Vorstand des BCS warnt ausdrücklich vor dem Kauf solcher Welpen. Welpeninteressenten sollten sich vergewissern, dass die ausgesuchte Zuchtstätte auf der Züchterliste des BCS aufgeführt ist und die Hunde zur Zucht zugelassen sind. Unter folgenden Links finden Sie eine Liste der Barbets, welche im Moment in der Schweiz zur Zucht zugelassen sind:

Bei Unsicherheiten und zur Beantwortung allfälliger Fragen steht die Zuchtwartin Renate Zuber Morgenthaler

jederzeit zur Verfügung: Telefon 032 353 74 01 oder e-Mail zuchtwartin@barbet.ch.


Ein Hund mit Zuchtrechtvertrag?

Grundsätzlich ist nichts gegen die Abgabe von Welpen im Zuchtrecht einzuwenden. Ein seriöser Züchter wird seine Welpenkäufer bereits beim telefonischen Vorgespräch oder bei einem ihrer Besuche darauf hinweisen, dass er seine Welpen nur mit Zuchtrechtvertrag abgeben wird.

 

Leider kommt es vor, dass Züchter erst am Abgabetag der Welpen die Käufer über diesen zusätzlichen Vertrag informieren.

 

Der BCS unterstützt dieses Vorgehen in keiner Weise. Es rückt nicht nur die betreffenden Züchter in ein schlechtes Licht, sondern schadet dem Ansehen des BCS sowie aller im BCS organisierten Züchter.

Nachfolgend finden Sie ein Beispiel eines solchen Zuchtrechtvertrags. Andere Beispiele beinhalten sogar die Androhung einer Konventionalstrafe in Form einer hohen vierstelligen Summe bei nicht Einhaltung des Vertrages. Um bei der Übernahme des Welpen keine schlechte Überraschung zu erleben empfiehlt der BCS deshalb allen Welpeninteressenten dringend, den Züchter ihrer Wahl auf das Thema "Zuchtrechtvertrag" anzusprechen.

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Zusatzvertrag Beispiel 1.pdf
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Zucht und Zuchtzulassung in der Schweiz

Gemäss Statuten hat der BCS die Reinzucht des Barbets in der Schweiz nach dem bei der FCI deponierten Standard vom 21.2.2006 zu fördern. Das Zucht- und Körreglement (ZKR) des BCS untersteht dem Zuchtreglement der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (ZRSKG) und dem Internationalen Zuchtreglement der Fédération Cynologique Internationale (FCI). In der Schweiz müssen demnach alle Hunde mit SKG/FCI Abstammungsurkunden vor der Zuchtverwendung durch den zuständigen Rasseclub angekört, d.h. zur Zucht zugelassen werden.

 

Grundsätzlich werden alle Hunde in dem Land zur Zucht zugelassen, in welchem der Besitzer seinen rechtlichen Wohnsitz hat. Es ist deshalb davon auszugehen, dass Barbet Rüden und Hündinnen, welche offensichtlich in der Schweiz stehen jedoch nur im Ausland zur Zucht zugelassen wurden, Mängel bezüglich Gesundheit, Wesen und/oder Standard aufweisen welche nicht den Zuchtvorschriften des BCS entsprechen und sie aus diesem Grund in der Schweiz nicht zur Zucht zugelassen wurden. Mit der Zuchtzulassung im Ausland werden die Zuchtvorschriften des BCS umgangen. Der BCS kann diese Barbets nicht zur Zucht empfehlen.

 

Schweizer Rüden, welche die Wesensprüfung des BCS bestanden haben und von einem Körrichter der SKG begutachtet wurden, finden Sie auf der Deckrüdenliste. Sie entsprechen dem FCI-Standard, erfüllen die Anforderungen des ZKR des BCS, sind in der Schweiz zur Zucht zugelassen und ihre Nachkommen können in das von der FCI anerkannte Zuchtbuch oder Register Ihres Landes eingetragen werden.

 

Falls Sie sich für einen Barbet Welpen interessieren vergewissern Sie sich bitte vor dem Kauf, dass die Zuchtstätte Ihres Züchters auf der Züchterliste des BCS aufgeführt ist und die Hündin in der Schweiz zur Zucht zugelassen wurde. Nur so haben Sie die Garantie, dass Ihr Welpe gemäss den Reglementen des BCS, der SKG sowie der FCI gezüchtet wurde, dass er eine gültige SKG/FCI-Abstammungsurkunde erhalten wird und im Schweizerischen Hundestammbuch SHSB eingetragen werden kann.


Empfehlung des BCS bezüglich HD-Untersuchung

Der vom BCS empfohlene Verkaufspreis für einen Barbet Welpen in der Schweiz ist CHF 2400.-.

Darin inbegriffen sind: die SKG-Abstammungsurkunde, die erste kombinierte Impfung und die Kennzeichnung mit einem Microchip.

 

Um eine aussagekräftige Statistik zu den HD-Werten des Barbet in der Schweiz zu erhalten empfiehlt der BCS zudem den Züchtern, sämtliche in ihren Zuchtstätten geborenen Barbets ab 15 Monaten auf HD (Hüftdysplasie) untersuchen zu lassen. Die Kosten für diese Untersuchung sind ebenfalls im Verkaufspreis inbegriffen und sollten vom Züchter übernommen werden.

 

Klären Sie allenfalls vor dem Welpenkauf, spätestens jedoch vor dem HD-Röntgen, beim Züchter Ihrer Wahl ab, ob er diese Empfehlung des BCS berücksichtigt.